Führt einen SQL-Select-Befehl a auf der Datenbank aus, die durch den Alias b repräsentiert wird. Im Statement hinterlegte Platzhalter der Form &Parameternummer werden durch die Werte ab Parameter c bis j ersetzt. Zeichen, die für eine gültige Syntax des Statements erforderlich sind (zum Beispiel Hochkommas um Zeichenketten) müssen bereits im Statement enthalten sein. Sie können die Menge an zurückgegebenen Ergebniszeilen über l einschränken. Der Wert 0 führt zu einer unlimitierten Ergebnismenge.
Die Funktion erzeugt für jede Spalte der Ergebnismenge eine Liste. Der Listenname folgt dem Muster k:SPALTENNAME, komplett in Großbuchstaben (siehe Beispiele). Existiert bereits eine Liste mit diesem Namen, löscht die Funktion deren Werte.
Die Funktion gibt die Anzahl der erhaltenen Datensätze zurück.
Enthält die Ergebnismenge Spalten vom Typ BLOB, steuert Parameter m die Kodierung. Setzen Sie m auf true, um die Binärdaten Base64-kodiert in die Ergebnislisten zu schreiben. Andernfalls bleiben die Daten unverändert. Gibt es keine solchen Spalten in der Ergebnismenge, hat der Wert des Parameters keinen Effekt.
HINWEIS: Neben der Schreibweise &Parameternummer gibt es auch die Schreibweise für Prepared Statements in der Form @Parameternummer:Parametertyp@. Bevorzugen Sie Prepared Statements, denn sie verhindern SQL Injection Attacks. Innerhalb von Prepared Statements ersetzen Parameter ausschließlich einzelne Werte. Sie können damit keine Wertelisten für IN, Tabellen- oder Spaltennamen, Operatoren, Sortierungen oder komplette SQL-Fragmente übergeben.
Parameter
Parameter | Beschreibung |
|---|---|
a | Auszuführendes SQL-Statement. |
b | Datenbank-Alias. |
c | (optional) Parameter |
d | (optional) Parameter |
e | (optional) Parameter |
f | (optional) Parameter |
g | (optional) Parameter |
h | (optional) Parameter |
i | (optional) Parameter |
j | (optional) Parameter |
k | Präfix der zu erzeugenden Ergebnislisten. |
l | (optional) Maximale Anzahl zu lesender Zeilen. Default: |
m | (optional) |
n | (optional) |
o | (optional) |
p | (optional) Falls |
Beispiele
Gegeben sei eine Tabelle zipcodes, die die Postleitzahlen von Deutschland enthält (insgesamt imaginäre 20000 Einträge).
Parameter a | b | c | d-j | k | l | m | n | o | p | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| testdb | ZIPS | 0 | 20000 | ||||||
| testdb | ZIPS | 0 | true | 20000 |
Im Anschluss der Ausführung von Beispiel 1 wurde die Liste ZIPS:ZIPCODE mit den Werten aus der Spalte zipcode und die Liste ZIPS:CITY mit den Werten aus Spalte city erzeugt. Im Fall von Beispiel 2 lauten die Listennamen ZIPS:ZIP und ZIPS:TOWN.
Parameter a | b | c | d-j | k | l | m | n | o | p | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| testdb | 80689 | ZIPS | 0 | 1 | |||||
| testdb | 80689 | ZIPS | 0 | 1 |
Erzeugt die zuvor genannten Listen von Beispiel 1 mit jeweils einem Element 80689 oder Munich.
Parameter a | b | c | d-j | k | l | m | n | o | p | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| testdb | Bayern | ZIPS | 0 | 1500 | |||||
| testdb | Bayern | ZIPS | 0 | 1500 | |||||
| testdb | Bayern | ZIPS | 0 | Fehler, da Textliterale in Hochkommas stehen müssen. |
Erzeugt in den ersten beiden Fällen die zuvor genannten Listen mit den Postleitzahlen von Bayern.