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Cluster-Neustart-Referenz

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Dieser Artikel ist die Referenz zum Cluster-Neustart der Lobster Data Platform. Er beschreibt Voraussetzungen, REST-Endpunkte, Statuswerte und Troubleshooting. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie unter Cluster neu starten.

Klickpfad

Navigieren Sie zu Verwaltung > Basis-Einstellungen > System, DMZ, Loadbalancing.

Voraussetzungen

Der Button Forcierter Neustart… ist nur sichtbar, wenn die Plattform bereits über den Lobster Application Wrapper läuft. Bei einem Start als direkter Java-Prozess bleibt die Funktion deaktiviert. Stattdessen erscheint diese Meldung: „Der Neustart ist deaktiviert, da nicht alle Elemente innerhalb des Lobster Application Wrappers laufen.“

Voraussetzung

Details

Lobster Data Platform

Release ≥ 26.2

Application Wrapper

Alle Instanzen (NC, WNs, DMZs) müssen über den Application Wrapper laufen.

Berechtigung

Administratoren-Rolle

Authentifizierung

Authentifizierte Sitzung. Details siehe OAuth2 für API Zugriffe.

Seite System, DMZ, Loadbalancing mit DMZ-Server-Status und Systemaktionen

Oberfläche der Lobster Data Platform mit Anzeige des DMZ-Serverstatus und Optionen für Systemaktionen.

DMZ-Server- und Nodes-Tabelle

Die Seite zeigt zwei Tabellen: die DMZ-Server-Tabelle und die Nodes-Tabelle. Beide Tabellen enthalten die Spalten Version und Heruntergeladene Updates. Vergleichen Sie diese Spalten vor einem Neustart. So stellen Sie sicher, dass alle Cluster-Elemente dieselbe Version verwenden. Eine vollständige Spaltenreferenz finden Sie unter Load Balancing im Control Center.

Systemstatusdetails

Mit dem Link Systemstatusdetails anzeigen öffnen Sie einen frei verschiebbaren Modal-Dialog. Dort finden Sie detaillierte Informationen.

Der Dialog Systemstatusdetails zeigt eine Momentaufnahme des Systemzustands. Der Dialog fasst den Status der Kommunikationsdienste, die Datenbankverbindungen und die aktiven Grundeinstellungen zusammen. Klicken Sie Ok, um den Dialog zu schließen.

Dienststatus

Der erste Abschnitt listet die Kommunikationsdienste des Servers auf. Der Servername steht am Anfang des Abschnitts, zum Beispiel local. Geprüfte Dienste: FTP, FTPS, SMTP, OFTP, OFTPS, SSH, MESSAGE, DATABASE, SAP.

Je Dienst zeigt der Dialog zwei Zeilen.

  • <DIENST>_TLS: Gibt an, ob TLS für den Dienst aktiviert ist (true oder false).

  • <DIENST>: Zeigt den Status und den verwendeten Port. Mögliche Werte: ok (port <Nummer>), failed, untested.

 HINWEIS: Meldet ein Dienst den Status failed, zeigt eine zusätzliche Zeile <DIENST>_FAILURE die zugehörige Java-Exception. Teile der Fehlermeldung können Base64-codiert sein.

DB

Dieser Abschnitt listet alle konfigurierten Datenbank-Aliasse auf. Je Alias sehen Sie die Anzahl der offenen Verbindungen (total open connections).

SAP

Dieser Abschnitt listet die konfigurierten SAP-Aliasse auf.

Crashed Jobs

Dieser Abschnitt listet abgestürzte Jobs auf, sofern vorhanden.

Basic settings

Dieser Abschnitt zeigt die aktiven Grundeinstellungen des Systems als Leseansicht. Die Liste dient der Diagnose. Sie ändern die Werte an anderer Stelle, zum Beispiel in den Basis-Einstellungen.

Wichtige Werte für die Diagnose:

  • Zähler des MessageService: gehaltene, empfangene und gesendete Nachrichten.

  • Lizenzlimits für Workflows und ETL/ELT sowie deren aktuelle Nutzung.

  • DMZ-Konfiguration: Ports für FTP, SFTP und Message-Dienst sowie die maximale Anzahl erlaubter DMZ-Server.

  • Load Balancing: Status, Nutzung des Load-Faktors und Failover.

  • Backup und Aufbewahrung: Backup-Verzeichnis sowie Aufbewahrungsdauer für Logs, Backups und Statistiken.

  • Fehler-Mails: Status, Empfänger und Absender für Fehlerbenachrichtigungen.

  • Speicherplatz: Limit für freien Speicherplatz und Verhalten bei Unterschreitung (Shutdown on low disk space).

TIPP: Nutzen Sie den Dialog für eine schnelle Diagnose. Prüfen Sie zum Beispiel, ob alle Dienste laufen und ob die Ports korrekt konfiguriert sind.

Failover-Informationen anzeigen

Mit dem Link Failover Informationen anzeigen unter dem Tab Nodes öffnen Sie einen frei verschiebbaren Modal-Dialog. Dort finden Sie detaillierte Informationen.

REST-API

Endpunkte

Methode

Endpunkt

Beschreibung

POST

/system/restart

Löst einen Cluster-Neustart aus.

GET

/system/restart

Gibt den Status eines laufenden Neustarts zurück.

GET

/system/health

Gibt die aktuelle Cluster-Gesundheit zurück.

Authentifizierung

Alle Endpunkte erfordern eine authentifizierte Sitzung. Benötigte Header:

  • X-ENV-SessionToken: Aktiver Session-Token.

  • X-ENV-ClientId: ID des Client-Endpunkts.

Details zur Einrichtung siehe OAuth2 für API Zugriffe.

POST /system/restart

Request-Body:

Feld

Typ

Pflicht

Beschreibung

reason

String

Ja

Lesbarer Grund für den Neustart.

gracePeriodInMinute

Number

Ja

Karenzzeit in Minuten. Muss positiv sein. Default: 1.

updatePlatform

Boolean

Ja

Aktuell ohne Effekt. Auch bei true wird kein Plattform-Update ausgeführt.

Erfolgsantwort: 202 Accepted

{
  "status": "SCHEDULED",
  "isUpdatingPlatform": false,
  "version": "26.2.0"
}

Fehlerantworten:

Code

Bedeutung

Body

400 Bad Request

Ungültiger Request, etwa gracePeriodInMinute nicht positiv.

{"message": "Grace period should be positive"}

401 Unauthorized

Authentifizierung fehlt oder ist abgelaufen.

Errorcode CORESYSTEM_AuthenticationManager_401.

403 Forbidden

Benutzer ohne Administrator-Berechtigung.

{"message": "User is not allowed to trigger restart"}

409 Conflict

Ein anderer Neustart läuft bereits.

{"message": "Another restart is in progress"}

500 Internal Server Error

Neustart konnte nicht geplant werden.

{"message": "Failed to schedule restart."}

503 Service Unavailable

Voraussetzung „alle Instanzen im Application Wrapper“ nicht erfüllt.

{"message": "Restart feature is not enabled"}

GET /system/restart

Antwort bei laufendem Neustart: 200 OK

{
  "status": "RUNNING",
  "isUpdatingPlatform": false,
  "version": "26.2.0"
}

Antwort, wenn kein Neustart läuft: 204 No Content. Kein Body.

Antwort bei Fehler: 500 Internal Server Error mit {"message": "Restart failed unexpectedly"}.

Status-Enum-Werte

Wert

Bedeutung

SCHEDULED

Neustart wurde geplant. Antwort auf erfolgreichen POST.

RUNNING

Neustart läuft.

CONCLUDING

Neustart in der Abschlussphase, etwa kurz vor Neustart des Node Controllers.

SUCCESS

Neustart erfolgreich abgeschlossen.

FAILED

Neustart fehlgeschlagen.

GET /system/health

Gibt die aktuelle Cluster-Gesundheit zurück. Der Endpunkt ist unabhängig vom Neustart-Flow und jederzeit aufrufbar.

Antwort: 200 OK

{
  "clusterHealth": {
    "nodes": [
      {
        "gatewayServer": false,
        "startTime": "",
        "status": "DOWN",
        "type": "PRIMARY_DMZ",
        "uri": "http://10.99.136.173:8020"
      },
      {
        "gatewayServer": false,
        "startTime": "2026-04-21T12:04:00.150Z",
        "status": "UP",
        "type": "SECONDARY_DMZ",
        "uri": "http://10.99.136.187:8020"
      },
      {
        "gatewayServer": false,
        "startTime": "2026-04-21T12:05:12.494Z",
        "status": "UP",
        "type": "WORKING_NODE",
        "uri": "http://10.99.136.174:8020"
      }
    ]
  },
  "overall": {
    "startTime": "2026-04-21T12:05:59.632Z",
    "status": "UP",
    "version": "26.2.0"
  }
}

Antwortfelder pro Knoten (nodes[]):

Feld

Beschreibung

gatewayServer

Gibt an, ob der DMZ-Knoten ein Gateway-Server ist.

startTime

Startzeit des Knotens. Leer, wenn der Knoten down ist.

status

Knoten-Status: UP oder DOWN.

type

Knoten-Typ: PRIMARY_DMZ, SECONDARY_DMZ oder WORKING_NODE.

uri

URI des Knotens.

Antwortfelder overall:

Feld

Beschreibung

startTime

Startzeit des Node Controllers.

status

Gesamtstatus des Clusters: UP oder DOWN.

version

Aktuelle Plattform-Version.

Polling und Logging

Während des Neustarts pollt der Node Controller den Status der neu gestarteten Komponenten. Polling-Intervall: 5 Sekunden. Polling-Fenster: 3 Minuten.

Erreicht eine Komponente innerhalb des Fensters nicht den Status UP, wird der Neustart abgebrochen.

Jeder Schritt wird protokolliert:

  • Sysout-Log mit Zeitstempel, Knoten-Identität (Host und Port) sowie Status.

  • Datenbank-Tabelle für nachträgliche Auswertung.

Einschränkungen

  • Nur ein Neustart gleichzeitig möglich.

  • Kein Neustart einzelner Knoten. Immer wird der gesamte Cluster neu gestartet.

  • Ein anstehendes Plattform-Update wird durch den Neustart nicht installiert.

  • Nach Ablauf der Karenzzeit wird der Neustart erzwungen, auch wenn noch Jobs laufen.

Troubleshooting und FAQ

Troubleshooting-Matrix

Symptom

Wahrscheinliche Ursache

Nächste Schritte

Button Forcierter Neustart… deaktiviert.

Application Wrapper nicht aktiv, Neustart läuft bereits, oder inkonsistenter Update-Status.

Status des Application Wrappers prüfen. Vergleichen Sie die Spalten Version und Heruntergeladene Updates in der DMZ-Server- und Nodes-Tabelle. Details siehe Load Balancing im Control Center.

Neustart hängt im DMZ-Schritt.

DMZ nicht erreichbar oder langlaufender Protokoll-Drain.

DMZ-Logs und Netzwerk prüfen. Karenzzeit erhöhen oder Neustart bei niedrigerer Last wiederholen.

Health zeigt nach Neustart DOWN.

Fehlerhafte startup.xml oder Datenbank-Verbindungsproblem.

Werte in startup.xml prüfen. Datenbank-Erreichbarkeit und Credentials prüfen.

Häufige Fragen

Wer kann einen Cluster-Neustart auslösen?

Nur Administratoren in Verwaltung > Basis-Einstellungen > System, DMZ, Loadbalancing oder mit einem Admin-Token über die API.

Werden laufende Jobs beendet?

Laufende Jobs erhalten eine Karenzzeit. Danach stoppt das System noch laufende Jobs.

Funktioniert die Funktion auf On-Premises-Installationen?

Ja, sofern alle On-Premises-Instanzen über den Application Wrapper laufen.

Was passiert in HA-Umgebungen?

Die Komponenten starten in einer kontrollierten Reihenfolge, um die Ausfallzeit zu minimieren. Es ist möglich, dass kurze Downtimes auftreten.

Warum ist der Button deaktiviert?

Mögliche Gründe: Application Wrapper inaktiv, ein anderer Neustart läuft bereits, oder ein inkonsistenter Update-Status zwischen Plattform und DMZ.